Swing

Swing / Boogie Woogie Frankfurt

Swing

Unter dem Sammelbegriff "Swing" versteht man eine Reihe von wilden Tanzformen in den dreißiger und vierziger Jahren, hervorgerufen durch die spektakulären Spielformen der damaligen Big-Bands. Er ist im Prinzip kein spezieller Tanz, sondern nur eine Art, sich beim Tanzen zu bewegen. Auf Swingmusik lassen sich Tänze wie Lindyhop, East Coast Swing, West Coast Swing, Balboa, Boogie Woogie, Rock'n'Roll, Jitterbug und Jive tanzen.

Geschichte
Die Geschichte des Swing beginnt nach dem ersten Weltkrieg mit der Ausbreitung der Dixieland-Musik und der immer größer werdenden Orchester. Der Texas Tommy um 1909 gilt als der älteste Swing-Tanz. Das depressionsgeplagte Amerika hatte vorerst für die mitreißende Big-Band-Musik wenig übrig. Die jüngere Generation aber, die nach einer Alternative zum Foxtrott suchte, verhalf dem neuen Sound sukzessive zum Durchbruch. Benny Goodman setzte mit seiner Amerikatournee 1935 eine neue Tanzleidenschaft in Gang, welche die Amerikaner bis Ende der 40er Jahre in ihrem Bann hielt. Um in den "Dance Halls", in denen sich oft bis zu tausend Tänzerinnen und Tänzer vergnügten, gehört zu werden - es gab zu jener Zeit weder Tonanlagen noch Verstärker - wurden die Blasinstrumente der Dixieland-Bands, je eine Trompete, Posaune und eine Klarinette, einfach vervielfacht.
Europa wurde von der Swing-Ära wenig tangiert, herrschte doch in dieser Zeit Krieg, und Swing-Tanzen war während der nationalsozialistischen Herrschaft verboten.

Taktfolge
Swing-Musik ist gekennzeichnet durch einen grundsätzlich verschobenen Schwerpunkt, alle Akzente fallen nicht mehr auf die ungeraden Schläge 1 und 3 bei einem 4/4 Takt, sondern auf die geraden Schläge 2 und 4. Außerdem werden häufig selbst diese Schwerpunkte noch synkopiert d. h. vorgezogen, ausgelassen oder verschleppt.

Quelle: "Perfekt Tanzen" von Rudolf Lidmila, Verlag Perlen-Reihe, Wien-Zürich-München, 1991(1) 1994(2)